×

Nachricht

Facebook Like-Buttons bis zum Ende der Sitzung erlaubt. Sie werden nur angezeigt wenn Sie derzeit auch bei Facebook angemeldet sind.

Archivierte Inhalte

Bürgersprechstunde mit Jochen Ott, MDL

bsp ott 01Der Bürgerverein Porz-Mitte hatte zur Bürgersprechstunde am 17. März 2015 im Brauhaus Porz mit Jochen Ott, MDL, einen Anziehungsmagnet eingeladen, der zu aktuellen Themen Stellung nehmen sollte. Mit erfreulichen 40 Besucherinnen und Besuchern waren fast alle Plätze besetzt, was das große Interesse für Porzer Themen bestätigte.

Neben Jochen Ott waren auch Marion Tillmann, seine Mitarbeiterin im Bürgerbüro Porz, und die Bürgermeisterin Elfi Scho-Antwerpes erschienen.

Die Themen wurden Jochen Ott vorab zugestellt und auch auf den Tischen ausgelegt. Die Themen beinhalteten Hertie, Treppe und Bauzaun, “Veedelsarbeit“, Zukunft der Jugendarbeit in Porz und “Wie geht die Stadt mit Ihren Immobilien um“. Die Bürgerinnen und Bürger stellten ihre Fragen jeweils im Anschluss und haben die Diskussion gut genutzt.

Die Machbarkeitsstudie Hertie wird am 26. März 2015 im Rathaussaal vorgestellt. Es wurde deutlich hervorgehoben, dass Porz die einmalige Gelegenheit hat, den Innenstadtbereich umzugestalten. Aber: es gibt nur diese eine Chance. Sie sollte, um den Druck zu erhöhen, mit der Anwesenheit möglichst vieler Porzerinnen und Porzer genutzt werden. Die Bürgermeisterin Scho-Antwerpes schickte noch ein zusätzliches ausführliches Informationsblatt über den Ablauf der Präsentation am 26. März 2015.

Die Themen Treppe/Mauer/Bauzaun/Hertie sind für die Porzer Bevölkerung ein “rotes Tuch“, da sich die Umsetzung der Maßnahmen endlos hinzieht. Die Aufstellung des Bauzauns in der jetzigen Weise verhindert den Zugang zu Blumenkübeln, Bänken und Abfalleimern mit Hundekottüten. In diesem Jahr wird unsere phantastische Rheinpromenade nicht mehr wie üblich genutzt werden können. Der Bürgerverein Porz-Mitte hat bei der Stadtverwaltung und den Politikern nochmal eindringlich um Unterstützung und eine praktikablere Lösung gebeten. Zusagen konnten nicht gemacht werden.

Es wurde auf die massiven und nicht nachvollziehbaren Verzögerungen bei der Restaurierung der historischen Treppe hingewiesen. Laut Jochen Ott muss der Gesamtprozess von der Ausschreibung bis zur Durchführung und Freigabe dringend optimiert werden. In diesem Zusammenhang muss auch über eine Umgestaltung der Struktur der Verwaltung nachgedacht werden.

Es wurde auf die angespannte Lage im Bereich Jugendarbeit hingewiesen. Köln gehört in NRW zu den Städten mit dem größten Zuwachs durch Zuzug, Geburten und Flüchtlingen. Aufgrund mangelnder Koordination fehlt es aber an Kita- bzw. Schulplätzen für erwartete 1000 Kinder. Gleichzeitig werden aber im Jugendbereich viele Millionen eingespart. Diese Zahlen belasten den Haushalt der Porzer Jugendzentren und Schulen dramatisch. Es wurde deutlich daraufhin gewiesen, dass diese Vorgehensweise der falsche Weg ist. Hat der Slogan “Unsere Jugend, unsere Zukunft“ seinen Inhalt verloren?

Das Thema “Veedelsarbeit“ wurde von Jochen Ott sehr positiv aufgegriffen und seine Mithilfe angeboten. Er erwähnte, dass bis auf drei Kölner Berufspolitiker alle anderen ehrenamtlich arbeiten. Aufgrund der Altersstruktur - 2/3 aller Vertreter scheiden in den nächsten 10 Jahren aus - fehlen in den nächsten Jahren engagierte junge Bürger, die sich zum Wohl für Köln und den jeweiligen Stadtteilen ehrenamtlich einsetzen.

Die Vorstandsvorsitzenden baten herzlich, die auf den Infoblättern angebotenen Termine auch wahrzunehmen. Insbesondere wies Sigrid Alt ausdrücklich auf die Vorstellung der Machbarkeitsstudie Hertie am 26. März im Rathaussaal hin. Nur ein breites Interesse der Porzer Bürgerinnen und Bürger führt zum Erfolg.

Unser Referent Jochen Ott erhielt viel Applaus, weil er sich viel Zeit genommen hatte und alle Fragen ausführlich und kompetent beantworten konnte.

... und WIR packen Porz an!