Jugendarbeit des BVPM

Das Trommelprojekt der Kita Himmelsstürmer

„Eine kleine Trommel lässt tausend Füße tanzen“ (aus Afrika)

In der Kita „Himmelsstürmer“ wurde trotz Corona im Sommer heftig für mehr Abwechslung im Alltag getrommelt. Dank einer Spende der Stiftung „Ein Herz lacht e.V.“ und einer weiteren Spende des Bürgerverein Porz Mitte e.V. (BVPM) konnte das Trommel-Projekt auf den Weg gebracht und umgesetzt werden. Es war als Höhepunkt auf dem Sommerfest im vergangenen Juni geplant. Leider konnte das Projekt nicht durchgeführt werden.

trommelprojekt 01Die obige Weisheit aus Afrika konnte von den Kindern der Kita Himmelsstürmer ab dem 1. September 2020 im Trommelprojekt mit dem Rhythmikspezialisten, Trommelvirtuosen und  Motivationskünstler Ballak Mbaye umgesetzt werden.

 

Ballak eilte ein ausgezeichneter Ruf voraus, da er seine Fähigkeit, die Herzen der Menschen über das Trommeln zu öffnen und zu verbinden, bereits in diversen Projekten im Sozialraum Porz unter Beweis stellen konnte. Auf Empfehlung von Marco Morschel, Projektkoordinator der Stiftung „Ein Herz lacht e.V.“ und einer Spende dieser Stiftung konnte das Trommelprojekt auf den Weg gebracht und umgesetzt werden. Dazu kam eine Spende des Bürgervereins Porz Mitte e.V., der das Projekt, als Höhepunkt auf dem ausgefallenen Sommerfest geplant, ebenfalls unterstützte.

Sechs Wochen lang kam Ballak dienstags und donnerstags in unsere Kita. Kinder ab vier Jahren aus den Gruppen Grün, Blau, Gelb und Orange konnten beim Trommeln mitmachen. Diverse Trommeln von Ballak fanden im Materialraum unseres Bewegungsraumes für diese Zeit eine neue Bleibe. Teilweise arbeiteten die Kinder zu zweit mit einer  großen Trommel.

trommelprojekt 02

Zu Beginn des Projektes erfuhren die kleinen Himmelsstürmer etwas zur Geschichte des Trommelns und zur afrikanischen Kultur. Beispielsweise darüber, wie afrikanische Stämme durch das Trommeln untereinander kommunizieren und Neuigkeiten austauschen. Der Geburtstag eines Kindes aus Gruppe Gelb wurde spontan von Ballak aufgegriffen, um aus der Kultur Afrikas zu erzählen, denn auch zum Wiegenfest laden sich Stämme durch lautes Trommeln ein.

Wissenswertes zum Umgang mit dem Instrument vermittelte Ballak anschaulich und so, dass auch das letzte Kind in der Gruppe gut verstehen konnte, wie die unterschiedlichen Klänge auf einer Trommel entstehen. Dafür durften alle Kinder viel und ausgiebig experimentieren!

Am Anfang jedes Kurses begrüßte Ballak alle, indem er die Namen der Kinder trommelte. Schlugen einige Kinder zu Beginn des Kurses noch etwas zögerlich auf die Trommeln, so brachte jeder Kurs mehr Mut mit sich, seinen ganz eigenen Rhythmus zu schlagen. Jedes Kind trommelte im Rhythmus der Gruppe und zwischenzeitlich auch ganz allein vor allen anderen zum Trommellied: „Waka waka“.

Es wurde auch natürlich auch getanzt. Die Melodie und die Bewegungen von „Amango si, yes yes!“ ließen kein Kind sitzen und versetzten alle in eine Gute-Laune-Tanz-Stimmung, die für jeden ansteckend wirkte!

Ballak hatte in seinen Kursen alle Kinder gut im Blick und erreichte wirklich jeden mit seiner Herzlichkeit und Freude. Alle Himmelsstürmer warteten schon freudig auf die nächste Trommelrunde und einige übten teilweise in den Gruppen selbstständig weiter.

trommelprojekt 03

Was wollten wir mit diesem Projekt erreichen und was brachte es uns schlussendlich?

In diesem Trommelkurs lernten unsere Kinder viel. Zum Beispiel wie Trommeln funktioniert, wie Hände und Rhythmik zusammenfinden, welche unterschiedlichen Töne entstehen können und  was dieses Instrument so besonders macht. Sie lernten aber auch etwas über die Vielfalt der Kulturen und ihre eigene Intuition. Ballak verstand es, die Selbstbildungsprozesse der Kinder zu aktivieren, sie neugierig zu machen und ihre Gefühlswelt zu öffnen. In Momenten wie diesen lernen die Kinder am besten, denn das Lernen geschieht auf mehreren Ebenen durch sinnliches Erfahren und Wahrnehmen, verknüpft mit emotionaler Verbundenheit und Wohlbefinden.

Menschen wie Ballak, die den Kindern ein Vorbild sind, unterstützen ebenfalls das Lernen. Denn diese Menschen leben etwas vor, was uns alle verbindet: den Wunsch nach Gemeinschaft, Verbunden sein, zusammen erlebter Freude, neuen Impulsen für die eigene Entwicklung in einer guten Atmosphäre dafür.

Unsere Kita plant in Zukunft, einmal in der Woche einen Trommelkurs mit Ballak für unsere Kinder möglich werden zu lassen. Dafür ist die gute Zusammenarbeit mit dem Förderverein und allen weiteren Freunden und Förderern der Kita elementar wichtig.

Ein Dank an alle, die unsere Arbeit bis heute und in Zukunft unterstützen, ganz besonders dem Bürgerverein Porz Mitte e.V. und der Stiftung „Ein Herz lacht e.V.“

Gitte Janosch-Schneider,

Leitung Kita Himmelsstürmer

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