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Die freiwillige Feuerwehr in Porz

„Wer sind wir und was wir machen - Ihre Helfer für das Gemeinwohl und die allgemeine Sicherheit“

bsp resume 01Unter diesem Motto hatte der Bürgerverein Porz-Mitte (BVPM) die Feuerwehr Köln eingeladen. Die Bürgersprechstunde war mit fast 32 Personen gut besucht. Von der Presse war Beatrix Lampe vom KStA anwesend.

Sigrid Alt begrüßte die Gäste und dankte dem Referenten Thorsten Frenser und den mitgebrachten Kameraden für ihre gute Vorbereitung, denn es wurden auch Kisten mit Anschauungsmaterial wie persönlicher Schutzausrüstung (Jacke, Hose, Stiefel, Handschuhe, Helm und Gürtel, Wärmebildkamera, Pressluftatmer, Maske usw.) mitgebracht.

Thorsten Frenser wurde 1985 geboren, ist in Porz aufgewachsen und 1999 in die Jugendfeuerwehr eingetreten. 2005 ist er zur aktiven Wehr gewechselt und ist heute Ausbildungsbeauftragter. Die Ausbildung läuft über 3 Jahre mit etwa 16 Modulen wie erste Hilfe, Fahrzeug- und Gerätekunde, Löschlehre, Brandbekämpfung, Retten, Selbstrettung, Ausbildung an Atemschutzgeräten in Schutzanzügen, Rechtsfragen, Hygiene usw. In den Folgejahren sind regelmäßige Belastungsübungen und auch Weiterbildung gefordert. Der Fuhrpark dient sowohl für Einsatz- wie auch zu Übungszwecken.

Die Bürgerinnen und Bürger dürfen auch Hilfe bei Sturmschäden, Wasserschäden, Personenrettung bei Verkehrsunfällen, aber auch für Sonderaufgaben wie Maibaumaufstellen, Straßenfeste, Martins- und Osterfeuer, Totenehrung und Jugendarbeit erwarten. In Porz kommen im Brandfall immer ein Wagen von der Berufs- und einer der Freiwilligen Feuerwehr. Bei Verkehrsunfällen, in denen Menschen im Wagen eingeklemmt sind, rückt die Feuerwehr mit besonderem Gerät zum Ausschneiden an.

Nach Eingang des Notrufs 112 dauert die Ankunftszeit am Unfall- oder Brandort nur 8 - 13 min. In dieser Zeit werden in den Leitstellen bereits Details zum Unfallhergang und der Situation und Zustand des Hauses abgefragt. Werden Verletzte gemeldet, kommen bereits Sanitäter und Unfallarzt mit. Die Feuerwehr hilft mit bei Evakuierung von Anwohnern in Häusern oder bei extremem Hochwasser.

Die Freiwillige Feuerwehr in Porz-Eil besteht aus einer Truppe von etwa 22 Männern und 2 Frauen im Einsatz. Für Porz-Mitte ist die Löschgruppe Porz-Urbach, die größte im Stadtgebiet, zuständig. Eine Notarzteinsatz-Fahrzeugwache am Krankenhaus und 2 Rettungshubschrauber (zurzeit am Flughafen) gewährleisten eine sehr gute Abdeckung von Rettungsmitteln für den Stadtbezirk Porz. In Köln gibt es 28 Löschgruppen mit einer Personalstärke von 1.500.

Frauen und Männer zwischen 18 und 62 Jahren mit körperlicher und psychischer Eignung, interessiert an Technik und Medizin, arbeiten bei der Feuerwehr. Der Wunsch, anderen Menschen in Notsituationen zu helfen, muss ebenfalls vorhanden sein. Die jüngsten Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr sind 10 Jahre alt, müssen aber für reale Einsätze bis zu ihrem 18. Lebensjahr warten.

Thorsten Frenser sprach auch über die Bedeutung von Rauchmeldern, vorzugsweise in Schlafzimmern installiert, da auch unsere Nase nachts ruht und deshalb das Gerät nicht zu weit entfernt sein sollte. Das regelmäßige Auswechseln der Batterien - meistens nach 2 Jahren - kann lebensrettend sein.

Die Feuerwehr darf kein Geld annehmen. Es gibt jedoch Fördervereine, über die man an die Feuerwehren spenden kann. Dieses Geld wird dann für Veranstaltungen oder Fahrten zur Stärkung der Gemeinschaft der Feuerwehrleute verwendet.

Die Feuerwehrmänner hoffen auf Respekt, Dank und Anerkennung ihrer oft sehr belastenden Arbeit, z. B. für Situationen, in denen jede Hilfe für Menschen zu spät kommt. Leider ist dies keine Selbstverständlichkeit mehr und wie andere Hilfsorganisationen werden sie bedroht oder angegriffen.

Thorsten Frenser steht uns allen gerne für weitere Fragen zur Verfügung. Auch sind Besuche bei den Feuerwehren erwünscht. „Rote Autos, blaue Lampen, Uniformen“: über Vieles konnte er bei Interesse noch Auskunft geben.

Vielen Dank von unserer Seite, ihr mutigen Männer und Frauen!

 

... und WIR packen Porz an!