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Gespräch mit dem Polizeipräsidenten Uwe Jacob im September 2019

Herr Uwe Jacob ist seit 2017 Polizeipräsident in Köln. Davor war er Direktor des Landeskriminalamtes NRW. Er ist Chef von 5.500 Mitarbeitern und hält die Anzahl auch für zu wenig. Als er von den aktuellen Missbrauchsfällen in Bergisch Gladbach berichtete, schien er sichtlich bewegt. In diesem Bereich hat er die Bearbeitung in Köln von 7 Mitarbeitern auf 11 Mitarbeiter aufgestockt.

Pro 10.000 Bürgern ist ein Bezirkspolizist vorgesehen. Die Stärke vor Ort bleibt aber trotz der internen Umverteilung erhalten.

Für Herrn Jacob war auch wichtig, die Polizei auf der Straße zu sehen. Deshalb gab es eine Strategietagung, um eine Neustrukturierung einzuleiten, denn in Köln fehlten 114 Mitarbeiter, um überhaupt die Einsatzfahrzeuge zum Fahren zu bringen. Köln’s Polizisten sind auch für das Umland verantwortlich. Durch die hinzu gekommene Terrorbekämpfung gibt es immer wieder Lücken im normalen Wachdienst.

Die Mitarbeiter haben im Projekt „Rennen/Rasen“ seit 2015 1.500 Fahrzeuge sichergestellt. Auch die Betreuung von diversen Umzügen und Veranstaltungen bindet viele Kapazitäten.

Nicht für alle Tätigkeiten, die bei der Polizei anfallen, benötigt man voll ausgebildete Polizisten, z. B. zur Auswertung von Kameras, Mobilfunkgeräten oder PCs könnten auch andere erfahrene Berufsgruppen, wie auch nichtbeamtete Angestellte eingesetzt werden.

Ordnungsamt und Polizei gehen jetzt vielfach zusammen auf Streife. Sie beobachten auch die sog. „Sonnenblumenkernschalen-Spucker“. Je nach Ausstattung der Streife werden ihnen Kehrschaufel und Besen in die Hand gedrückt zum Reinigen. Herr Jacobs ist mit uns einer Meinung, dass die Menschen die Polizei auf der Straße sehen müssen, damit die gefühlte Sicherheit erhalten bleibt. Diese Fußstreifen möchte er sogar noch ausweiten.

Aus dem Gespräch ergab sich auch, dass die mitanwesenden Herren Pastors und Löhr von unserer Polizeiwache in Porz-Mitte kurz zu unserem Stammtisch kommen werden, um die derzeitige Masche von Trickdieben in Porz unseren Mitgliedern und Gästen zu erläutern. Wie man hören konnte, waren Einige davon bereits betroffen. Sowohl „Enkeltrick“, wie „Handwerker“, die um Einlass bitten oder Anrufe von „Polizisten“, die um Übergabe der Wertgegenstände und Bargeld bitten, kommen täglich vor. Auf jeden Fall soll die Polizei auch nach einem Anruf, den man abgewehrt hat, verständigt werden, das hilft ihr bei der Zuordnung der Täter. Wer die Nerven besitzt bzw. nicht alleine im Haushalt ist, kann einen „Abholtermin“ vereinbaren und bis dahin die Polizei verständigen, die dann sofort kommt.

In diesem Zusammenhang wiesen unsere Mitglieder, Rainer Gobelius und Peter Schmottlach, Signal Iduna Versicherung in der Mühlenstraße 9, darauf hin, dass alte Versicherungsverträge über Hausrat und Privathaftpflicht überprüft werden sollten. Sie sind in den meisten Fällen teurer als die aktuellen und beinhalten keine Absicherung von Risiken, wie z. B. Verluste durch Trickdiebstähle und Schäden bei EDV- /Internetnutzung im Zusammenhang mit Internetkriminalität.

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