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Die Bürgersprechstunde macht Urlaub!

NEU: In den Monaten September, Oktober und November laden wir jeden 2. Mittwoch im Monat zum STAMMTISCH ein!

  

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Das CMS Pflegewohnstift Porz - Ein neues Zuhause im Alter?

Interessante Informationen aus erster Hand!

bsp resume 01Der Bürgerverein Porz-Mitte e.V. (BVPM) hatte zu seiner Bürgersprechstunde im April 2019 Herrn Ralf Becker, Leitung CMS Wohnstift Porz, eingeladen. Er wurde von Frau Bettina Fromm, stellv. Wohnbereichsleiterin, und Frau Nashim-Andrea Becker, Leitung Soziale Dienst, begleitet.

Sigrid Alt begrüßte die Gäste und dankte den Referenten für ihr Kommen. Ralf Becker ist nicht nur Leiter in Porz, sondern betreut weitere fünf Häuser in der Region. CMS steht für Consulting Management Service. Es ist ein familiengeführtes Unternehmen. Frau Stephanie Rosenthal-Strepp betreibt seit 2009 Alten- und Pflegeheime. Es gibt bislang 23 Häuser, weitere sechs sind in Planung. Unter dem Druck fehlender Kapazitäten hat man sich 2018 entschieden, an die Alloheim-Gruppe zu verkaufen.

Innerhalb des Hauses gibt es zwei Gesellschaftsformen wie Heim und Service. Küche, Wäscherei und Bistro haben eine gesonderte Form und Budgets mit Kostenträgern. Die Versorgung der Bewohner wird mit einem festen Satz festgelegt und muss genutzt werden. Bei guten Verhandlungen mit Lieferanten könnte eine Ersparnis erreicht werden, die an anderer Stelle eingesetzt werden kann. Pflegekosten werden jedes Jahr neu verhandelt. Renovierungs- und Investitionskosten steigen nach mehreren Jahren immer weiter. Diese werden am Ende des Jahres immer mit dem Träger (z. B. Landschaftsverband Rheinland) neu verhandelt und werden intensiv geprüft. Es ist ausgeschlossen, von den Bewohnern zusätzliches Geld zu verlangen, das vom Träger nicht vorher genehmigt ist.

Kostensteigerungen, die durch tarifrechtliche Auseinandersetzungen verursacht werden, müssen berücksichtigt werden, sonst würde Personal abwandern.
Gängige Kosten von ca. € 4.000/Monat sind nicht von jedem Bewohner aufzubringen, so dass auf Antrag die Pflegekasse wie Sozialämter für die restlichen Kosten aufkommen. Auch Wohngeld kann beantragt werden. Sollten finanzkräftige Angehörige da sein, könnten von diesen allerdings Geld von den Ämtern gefordert werden.

Um die Heimkosten beantragen zu können, muss der Medizinische Dienst (MD) der Pflegekassen beim Patienten eine Begutachtung durchführen, um ihn bei Bedarf in einen Pflegegrad einzuordnen. Die Berechnung dafür geschieht nach Minuten des Pflegeaufwands. Zum Termin mit dem MD ist es hilfreich, zur Unterstützung eine Pflegeperson, einen Verwandten oder den Pflegedienst, die den Patienten kennen, zur Beratung hinzuzuziehen.

Es wird empfohlen, sich schon längere Zeit vor der Pflegebedürftigkeit in eine Warteliste im Wunschheim eintragen zu lassen. Diese wird normalerweise nach Meldung abgearbeitet. Allerdings muss eine Auswahl getroffen werden, wie Personen mit entsprechenden Krankheiten zu einander passen. Auch im Demenzbereich gibt es unterschiedliche Abstufungen.

Im CMS findet zweimal/Jahr ein „Tag der offenen Tür“ statt, an dem 3 Wohnungen von Bewohnern zur Besichtigung zur Verfügung gestellt werden. Oft ist dies anlässlich des Sommerfests in der Einrichtung, wo dann auch großer Andrang herrscht.

Im „betreuten Wohnen“ kann es bis zu zwei Jahren dauern, bis man über die Warteliste nachrücken kann, weil die Sterberate nicht so hoch ist. Das CMS verfügt über 25 barrierefreie Mietwohnungen mit ca. 48 qm. Die Miete beträgt ca. € 900/Monat inkl. Heizung, Strom, Notruf und wöchentliche Grundreinigung und turnusmäßige Fensterreinigung. Eine Küchenzeile mit Kühlschrank ist vorhanden. Weiteres können die Mieter individuell möblieren. Erste Hilfe wird im Notfall geleistet, wenn jedoch Pflege benötigt wird, geschieht dies über ambulante Pflegedienste, die ins Haus kommen und vom Mieter oder seiner Pflegekasse bezahlt werden müssen. Wahlleistungen wie Friseur, Wäschedienst oder Fußpflege usw. werden auch gesondert berechnet.

Im Pflegebereich gehört nur das Pflegebett mit dem Nachtschränkchen zur Pflichtausstattung. Anderes Mobiliar kann auch hier mitgebracht werden.
Für die Kurzzeitpflege (z. B. nach einem Krankenhausaufenthalt oder bei Urlaub der Pflegenden) stehen acht Plätze für Bewohner mit Pflegegrad zur Verfügung. Leider gibt es grundsätzlich zu wenige Kurzzeitpflegeplätze.

Frau Becker verfügt über Alltagsbegleiter für Fitness, Gedächtnistraining, Handarbeiten und Musik. Das Bepflanzen und Pflegen einiger Hochbeete, die über die Porzer Bürgerstiftung von Soldaten der Luftwaffe zur Neugestaltung der Terrasse angelegt wurden hilft u. a., Patienten zu beschäftigen und zu mobilisieren. Es gibt Spielenachmittage und ein Nachtcafé von 19.00 h bis 21.00 h, das gerne genutzt wird.

Auf individuelle Wünsche der Bewohner wird eingegangen. Wer länger schlafen möchte, kann dies tun, wer im Schlafanzug frühstücken möchte, darf dies auch. Gepflegt wird dann später.

Es wird auch individuelle Begleitung angeboten, z. B. zu bestimmten Veranstaltungen, die jedoch selbst finanziert werden muss. Es gibt Besuch von den Kölner Klinik-Clowns, der über den Förderverein finanziert werden muss. Jahreszeitliche Feste werden angeboten und Kooperationen, z. B. mit Kitas oder Schulen, die musikalische Darbietungen zeigen oder Theater spielen. Mit Bewohnern, die noch mobil sind, werden Ausflüge zur Eisdiele oder zum Streichelzoo Effenberger organisiert. Auch ins Phantasialand ist man schon gefahren, unterstützt von begleitenden Realschülern.

Einmal im Monat wird auch ein Gottesdienst für beide Konfessionen angeboten, Seelsorgen kommen auf Wunsch auch ins Haus.
Im Haus gibt es freie Arztwahl und eine Gemeinschaftspraxis, in der 24 Ärzte tätig sind. Der Verein „Helfende Hände“ kümmert sich mit Ehrenamtlern um die Begleitung zu Arztbesuchen für Bewohner, die keine Angehörigen mehr haben. Das Pflegepersonal ist dazu aufgrund der fehlenden Kapazitäten nicht in der Lage. Bei vier Pflegekräften gibt es nur eine Pflegefachkraft, angestrebt werden jedoch zwei Fachkräfte. Es wird auch ausgebildet mit zurzeit sechs Schüler*innen.
Weiterhin gibt es einen Bewohnerbeirat, der die Interessen aller Bewohner vertritt. Er hat ein Mitbestimmungs- und Mitwirkungsrecht, z.B. kümmert er sich um Speisepläne oder um Angebote der Freizeitgestaltung.

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