spbanner 14

  

karneval bannerNubbel, Garde, Poorzer Jecke – zesamme durch uns Stroße trecke

Der Bürgerverein Porz-Mitte e.V. wünscht allen Porzerinnen und Porzern eine tolle Session und vill Spaß an der Freud

Dreimol Porz Alaaf!





Wichtige Termine

Aktuelles

Verkehrsinfarkt in Porz - Wie sieht die Zukunft aus?

Verkehrsprojekte in Köln - Ist eine Lösung in Sicht?

bsp resume 01Der Bürgerverein Porz-Mitte e.V. (BVPM) hatte Frau Andrea Blome und Herrn Christian Dörkes zu diesem Thema eingeladen. Sigrid Alt begrüßte die Gäste und betonte, dass wir den Besuch aus der Stadtverwaltung sehr zu schätzen wissen. Das Interesse der Porzer war enorm, denn die Bürgersprechstunde war mit 70 Personen sehr gut besucht.

Andrea Blome ist seit 2017 im Amt und möchte sich sehr gerne auch der Porzer Probleme annehmen. Zur Verabschiedung des Hertie-Gebäudes 2018 war sie bereits in Porz zu Besuch und ist auch schon in der Region unterwegs gewesen. Nachdem ihr aufgrund dessen die Infrastruktur in und um Porz vertrauter ist, fühlt sie sich in der Pflicht, die Verbesserungen anzugehen.

Christian Dörkes ist im Amt für Straßen- und Verkehrsentwicklung tätig. Auch er kennt Porz sehr gut. Zu möglichen Entlastungsstraßen gab es einen Trassenfindungsprozess. Dazu gehört auch eine leistungsfähige Autobahn. Herr Dörkes bescheinigt Straßen.NRW eine gute Planungsfähigkeit. Die Trassenführung ist bereits in konkreten Planungen.

Diese Bürgersprechstunde erhielt so viel Zuspruch wie schon lange nicht mehr. Die mannigfaltigen Fragen und Antworten werden hier als Aufzählung wiedergegeben. Verwertbare Ergebnisse konnten nicht aufgezeigt werden, da alle angesprochenen Infrastrukturmaßnahmen sich noch im Planungsstadium oder früher befinden.

1. Die ÖPNV-Erweiterung und -erschließung wie z. B. die Verlängerung der Linie 7 in den Süden bis Ranzeler Straße und über Langel, Lülsdorf und Bonn-Beuel sind aufgrund des Pendlerverkehrs zwingend notwendig. Der Pendlerverkehr des Rhein-Sieg-Kreises und Bonn ist groß und nur 14 % der Pendler nutzen den ÖPNV. Der Ausbau des ÖPNV sollte im Rahmen der Planung der A553 möglichst an die Stadtbahnen (durch Einsatz einer weiteren Linie) und die Rheinspange geführt werden. Allerdings sind weitere Kapazitäten der Linie 7 zur Aufnahme von Pendlern, zumal wenn die Bebauungen im Süden Zündorfs, in Wahn und Lind durchgeführt werden, nicht gegeben. Die Deutzer Brücke gibt eine noch engere Taktung zurzeit nicht mehr her. Wegen der Bebauungsmaßnahmen könnten nur Langwagen und engere Taktung eine Überfüllung vermeiden.

Gute Alternativen nennt Frau Blome jedoch die schon bestehenden S-Bahnanschlüsse an den Bahnhöfen Porz-Mitte und Wahn. Die Wirtschaftlichkeit der Verlängerung der Linie 7 ist durch die neuen Bebauungsvorhaben nachgewiesen.

2. Die Ertüchtigung der Linie 7, vor allem am Neumarkt, mit mehr Personal wird gewünscht. Aufgrund des hohen Fahrgastaufkommens können die Bahnen nicht zügig abfahren.

3. Die Planungen zur Ertüchtigung Steinstraße/Hauptstraße werden wieder aufgenommen und werden in einer der nächsten BVs vorgetragen.

4. Die 4-spurige Verkehrsführung in Ensen wird von einigen Bürgerinnen und Bürgern als Rennstrecke für Kraftfahrer wahrgenommen. Die Kölner Straße sollte für den Radverkehr besser ausgebaut werden.

5. Der Radweg (Leinpfad) am Rhein ist leider nicht beleuchtet. Bei fahrradfreundlicherem Ausbau könnte der Radverkehr erhöht werden. Hinderlich für einen Ausbau ist auch die Ausweisung als Landschaftsschutzgebiet.

6. Es werden sichere Radwege in den Bezirken Langel und Libur nach Porz gewünscht. Diese sind in Arbeit, aber zum Zeitplan kann noch nichts gesagt werden.

7. Die neue Parksituation auf der Hauptstraße gegenüber Bäckerei Gilgens sorgt für Ärger. Es entstehen brenzlige Situationen, wenn Transporter aneinander vorbeifahren wollen. Es sollten generell dort Parkverbotsschilder aufgestellt werden, da Parkraum in den Häusern sowie ausreichend Parkflächen, einige Schritte entfernt, vorhanden sind.

8. Die derzeitige Einbahnstraße/Gilgaustraße in Ensen führt aufgrund der Baustelle zu langen Umwegen. Der Bau sollte genutzt werden, hinterher sinnvollere Verkehrsführungen anzudenken.

9. Der Bedarf einer Querung von Porz-Westhoven-Kölner Str. nach linksrheinisch Heinrich-Lübke-Ufer über die A4 ist Bestandteil der Studie „Mobilität in Deutschland“ (MiD). Die zur Erhebung notwendigen technischen Daten werden Ende des Jahres vorliegen.

10. Die „kleine Ost-West-Achse“, Querung von Rodenkirchen, ist zu befürworten, wie alles, was den Autofahrer dazu ermuntert, auf den ÖPNV umzusteigen. Eine Busverbindung Porz/Rodenkirchen über die Rodenkirchener Brücke wurde bereits in den BVs erörtert, kommt vermutlich aber auch erst 2020 in Realisierung. Eine neue Machbarkeitsstudie über die Querung wird demnächst in Auftrag gegeben.

11. Die Porzer Ringstraße in Westhoven wird im Befahren durch die bestehende Bahnschranke erheblich eingeschränkt. Eine Lösung der Situation läge nur in einer Unter- oder Überführung. Das Thema ist jedoch in die Bebauung des Deutzer Hafens integriert. Ein Gutachten darüber läuft derzeit und könnte bis zum Sommer vorliegen.

12. Zum Bau der Umgehungsstraße L82n haben erfolgreiche Gespräche zwischen Vertretern des Ministeriums für Verkehr von NRW und der Städte Köln, Niederkassel sowie des Rhein-Sieg-Kreises stattgefunden. Der Verkehrswert wurde bereits nachgewiesen. Deshalb plant der Landesbetrieb Straßen.NRW den Anschluss der L82n an die A59 mit Priorität in Richtung Köln.

13. Der vordringliche Bedarf einer neuen Autobahn A553 über den Rhein als Rheinspange wurde festgestellt und wird gebaut und zu einer Entlastung führen.

14. Die Standort-Entwicklung des Evonik-Geländes in Lülsdorf wird zu mehr Lkw-Verkehr durch die Entladung des Container-Terminals führen. Hier ist die Frage, wie der Verkehr am schnellsten und günstigsten auf die Autobahn kommt.

15. Der Bau der L274 ist wegen der zu bauenden Autobahn nicht mehr aktuell. Aus verkehrlicher Sicht ist sie mit ihren An- und Abfahrten das bessere Prinzip.

16. Gemäß Frau Blome werden alle Stellschrauben genutzt, um in der Verwaltung schneller zu werden. Aber vor Mitte 2025 werden die Planungen der dringendsten Maßnahmen nicht abgeschlossen sein. Ihr ist es jetzt sehr wichtig, dass nicht nebeneinander, sondern Stadtentwicklung und Verkehrsentwicklung in ihren Planungen konform gehen. Auch die Bezirke werden eng mit einbezogen. Ein Vertrauensvorschuss wäre auch willkommen, da sie die Planungen in jeder Hinsicht gut abgestimmt vornehmen wird. 

17. Kreativität vom Amt 66 (Amt für Verkehrsmanagement) wird erwartet, auch wenn Maßnahmen noch nicht in der BV beschlossen wurden.

18. Der Verkehrsausschuss hat beschlossen, dass es In Köln keine Parkscheibenregelung gibt.

19. Die Frage nach dem Verkehrsrechner für Poll und Porz wird mit „ja, sie sind schon installiert“ beantwortet. Jedoch müssen viele alte Ampelanlagen erst aufgebessert werden, weil sie mit den modernen Geräten nicht kommunizieren können.

... und WIR packen Porz an!